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Werkzeugkasten

Der Sinn und Zweck des Werkzeugkastens

Wenn über mehrere administrative Ebenen, wie dem Bund, den Ländern und den Kommunen Maßnahmen ergriffen werden, um die Basis der politischen Arbeit der Antiskriminierung zu verbreitern und wirkungsvoll werden zu lassen, dann ist eines bereits geschehen: Die Diskriminierung im Alltag (Arbeitswelt, Freizeit etc.) von verschiedenen Personengruppen und von Minderheiten ist eine nicht mehr zu leugnende Realität geworden. Das ist die Ausgangslage 2019. Darüber müssen wir uns klar sein.

Das Feld der Antidiskriminierung ist die Aufgabe der politischen Bildung. Und die Chancen, Möglichkeiten und Risiken für die Demokratie in einer Gesellschaft der Vielfalt ist ohne politische Bildung nicht mehr zu erkennen. Wie in jeder anderen handwerklichen Disziplin ohne Einblick in die Theorie bzw. Funktion eines Gegenstands keine angemessene Praxis.

Und deshalb gibt es den Werkzeugkasten für die Antidiskriminierungsarbeit. Was dem*r Handwerker*in Hammer, Säge oder Beitel für die Arbeit ist, sind für die Arbeiter*innen im Feld der Antidiskriminierung Gesetzestexte - also rechtliche Grundlagen -, aktuelle und vergangene Gerichtsentscheide sowie vor allem grundsätzliche Basisinformationen rund um das Thema (Anti-) Diskriminierung.

Wir wünschen unseren Leser*innen viel Spass und Erkenntnis mit der Nutzung des Werkzeugkastens und dessen schrittweisen Erweiterung.

Wenn Sie Anregungen, Fallbeispiele oder Hinweise für uns haben, nutzen Sie bitte unsere Kontaktdaten, um uns darauf aufmerksam zu machen. Wir schätzen bei allem eigenen Engagement auch die Schwarmintelligenz.

Vielen Dank im Voraus

Ihr Team Adinet-Mittelhessen
 


 

"Wo kommen Sie eigentlich ursprünglich her?"

„Wo kommen Sie eigentlich ursprünglich her?“. Diskriminierungserfahrungen und phänotypische Differenz in Deutschland lautet der Titel dieser Studie vom SVR.


Begriff: Diskriminierungs- und Vielfaltssensible Sprache

Sprache ist eine der wichtigsten menschlichen Kommunikationsformen. Sie ist jedoch kein neutrales Werkzeug. Denn sie beschreibt die Wirklichkeit nicht nur, sondern drückt immer auch gesellschaftliche Norm- und Wertvorstellungen aus, prägt Wahrnehmungen und schafft Realitäten. Mit Sprache benennen Menschen ihre Umwelt und konstruieren Bedeutung oder Sinn. In unseren Köpfen lässt Sprache Bilder entstehen, die wiederum unser Handeln bestimmen.


Begriff: Horizontaler Ansatz

Der Begriff "horizontaler Ansatz" beschreibt eine zielgruppenübergreifende Herangehensweise in der Antidiskriminierungspolitik und -arbeit.

Diskriminierung wird dabei als Ganzes und nicht nur bezogen auf ein bestimmtes Merkmal betrachtet.

Eine Chance dieses Ansatzes liegt in der Berücksichtigung der Tatsache, dass jeder Mensch über mehrere Merkmale - beispielsweise Alter und Geschlecht - verfügt. Daher können sich Diskriminierungen überschneiden oder ganz spezifische Formen annehmen. In diesem Fall handelt es sich um so genannte Mehrfachdiskriminierungen.

Dieser Begriff wird im Hinblick auf rechtlichen Diskriminierungsschutz und -bekämpfung verwendet.


Begriff: Intersektionalität

30 Jahre Intersektionalität

Dem Ungetüm begegnen

Kimberlé Crenshaw hat den Begriff Intersektionalität für überlappende Diskriminierungen eingeführt. Im Alltag angekommen ist er noch nicht.

Es ist ein dermaßen sperriger Begriff, dass es eigentlich nicht wundert, wenn Menschen, die nicht direkt Betroffene sind, eine echte Auseinandersetzung mit ihr scheuen: mit der Intersektionalität. Akademiker-Identitätspolitik-Gedöns von Critical-Whiteness-Fanatikern, heißt es dann schnell oder eben gleich – höhö – Inter-sekt(en)-tionalität.


Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Allen Interessierten bieten wir in unserem Werkzeugkasten den Gesetzestext des AGG zum Nachschlagen an.

Es kann keine Beratung ersetzen, aber ist als Vorab-Information und erste Orientierung sinnvoll.


Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) mit Beispielen und in verschiedenen Sprachen

Gesetzestexte folgen einer eigen, oft mit juristischen Fachbegriffen durchsetzten Sprache. Für das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gibt es darum eine mit Erläuterungen und Beispielen versehene Broschüre.

Anhand konkreter Beispiele wird erläutert, wann, wo und in welchem Zusammenhängen von einer Diskriminierung laut AGG gesprochen werden kann. Und anhand anderer Beispiele wird deutlich gemacht, wo dies nicht der Fall ist, um die Unterschiede deutlich werden zu lassen.

In verschiedenen Sprachen erhältlich (englisch, französisch, türkisch, spanisch, arabisch, polnisch, deutsch und barrierefrei - mit Vorlesesoftware).


Diese 33 Fragen über Rassismus sollte man sich ehrlich stellen

„Bin ich rassistisch? - Wahrscheinlich.

Ein Fragebogen, der Unbehagen auslösen könnte – und vier Personen, die sich beim Beantworten ihren eigenen Vorurteilen stellen.


Diskriminierung sichtbar machen!

Wie soll das gehen? In dem Sie Diskriminierung melden!

Die Meldung von Diskriminierungsvorfällen hilft eine Datenbasis zu schaffen, die das Problem und sein Ausmaß sichtbar macht und damit letztendlich zur Lösung beitragen kann. Helfen Sie mit!


Diskriminierung vor und in der Schule

Diese Expertise im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes konzentriert sich auf das Thema Diskriminierung im deutschen Bildungssystem.


Diskriminierungserfahrungen in Deutschland

Es ist die große Studie zum Thema: Eine Repräsentativ- und Betroffenenbefragung, erstellt im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes im Jahr 2017.


und drum herum. Gesetzestexte und Kommentare; Präzedensbeispiele aus der juristischen Praxis; Leitfäden.

Begriffe, Definitionen, Glossare für diskriminierungssensible Sprache.

Studien, Analysen, Abhandlungen

Ideen und Tipps für Eure Veranstaltungen und Aktionen