(Veranstaltungs-)Hinweise

Online-Workshop
Gemeinsam mit dem Büro für Chancengleichheit (BfC) der JLU Gießen bietet das Adinet Mittelhessen ein interaktives Online-Training zum Thema "Mehr als Mitgefühl – Allyship in Aktion" an.

 

  • Datum: 21.05.2026
  • Uhrzeit: 17:30 - 20:30 Uhr
  • Ort: Online (Zugangslink nach Anmeldung)

Anmeldung unter buerochancengleichheit@admin.uni-giessen.de

 

Allyship ist kein Persönlichkeitsmerkmal. Es ist eine Praxis.

Du weißt, dass Diskriminierung existiert. Vielleicht hast du sie selbst erlebt. Vielleicht hast du eine Mikroaggression beobachtet und nicht gewusst, wie du reagieren sollst. Vielleicht wolltest du helfen, aber hattest Angst, als Saviour rüberzukommen. Oder du fragst dich, ob dein Engagement wirklich etwas bewirkt oder ob es performative Allyship bleibt.

Genau hier setzt dieses Training an.

Werde ein*e Ally. Nicht irgendwann. Jetzt.

In diesem interaktiven Online-Training lernst du, was Allyship wirklich bedeutet. Wir arbeiten mit echten Szenarien aus dem Alltag, diskutieren und entwickeln gemeinsam konkrete Strategien, die du sofort anwenden kannst.

Was dich erwartet:

  • Allyship verstehen: Was es ist, was es nicht ist, und warum der Unterschied zwischen echtem Engagement und performativer Allyship zählt
  • Den feinen Unterschied zwischen Ally und Saviour kennenlernen, und warum er entscheidend ist
  • Mikroaggressionen erkennen und benennen - auch wenn sie subtil sind
  • Deine eigenen Privilegien reflektieren, ohne Schuld, aber mit Klarheit
  • Konkrete Handlungsmöglichkeiten entwickeln


Der Workshop richtet sich an Studierenden, Mitarbeitenden der JLU, Akteur*innen der Antidiskriminierungsarbeit sowie Interessierte.

 

Einladung zur Mitwirkung im Antidiskriminierungs-Beratungsnetzwerk Mittelhessen 

Diskriminierung ist kein Randphänomen – sie prägt Lebensrealitäten, schränkt Teilhabe ein und bleibt viel zu oft unsichtbar. Dem setzen wir etwas entgegen: solidarische Vernetzung und eine klare Haltung.

Das Antidiskriminierungs-Beratungsnetzwerk Mittelhessen wurde 2025 initiiert. Regional in Marburg und Gießen verankert, versteht sich das Netzwerk als offener Zusammenschluss von Akteur*innen in der Beratungsarbeit. Unser verbindendes Ziel ist es, Diskriminierung sichtbar zu machen, Betroffene zu stärken und Beratungsstrukturen nachhaltig auszubauen.

Durch Austausch und Zusammenarbeit wollen wir eine starke, solidarische Beratungslandschaft in Mittelhessen gestalten.

Aktuell beteiligen sich folgende Organisationen am Netzwerk:

  • Antidiskriminierung Mittelhessen e.V.
  • Antidiskriminierungsbeauftragte der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Antidiskriminierungsbeauftragte der Philipps-Universität Marburg
  • SOUL Marburg

Jetzt ist der Moment, sich zu vernetzen, Haltung zu zeigen und gemeinsam Wirkung zu entfalten. Wir laden alle Organisationen und Initiativen ein, die in der Antidiskriminierungs-Beratung tätig sind, sich einzubringen, Perspektiven zu teilen und gemeinsam an einer diskriminierungssensiblen Praxis zu arbeiten.

Wir freuen uns über weitere Mitwirkende!

Bei Interesse oder für weitere Informationen nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf:
beratungsnetzwerk@antidiskriminierung-mittelhessen.de

 

Lesung und Gespräch mit Sally Lisa Starken: Wenn der rechte Rand regiert

  • 21.05.2026
  • 19:00 Uhr
  • Kath. Kirche St. Raphael Wißmar, Auf d. Berglach 4, 35435 Wettenberg

 

Stammtisch: Empowerment für Studierende mit Erfahrungen mit Rassismus

Wann: 29.5.2026 von 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr

QTI BIPOC only 

  • Gemeinsame Vorbereitung auf den CSD Gießen
  • Plakate und Banner gestalten

Zusammen mit QTI BIPOC Mittelhessen

Mit freundlicher Unterstützung: Queeres Zentrum Marburg

 

CSD Termine in Mittelhessen 2026

30.5.2026 CSD Gießen

20.6.2026 CSD Mittelhessen Wetzlar

27.6.2026 CSD Marburg

29.8.2026 CSD Fulda

 

Mehrsprachig in Gießen und Wetzlar - Vielfältig in unserer Welt

Stadtbibliothek Vernissage, 1. OG

Eine Ausstellung von Sprachenmehr

 

Eröffnung am 22.6.2026 um 18:30 Uhr

Zu sehen bis zum 21.6.2026

  • Stadtbibliothek Wetzlar
  • Bahnhofstraße 6
  • 35576 Wetzlar

 

Was tun gegen Catcalling? 

Digitaler Workshop am 14. Juni 2026

Viele Mädchen und Frauen kennen das: Jemand macht im Vorbeigehen Bemerkungen über euren Körper, euch wird hinterher gepfiffen oder jemand sagt sexistische Sachen. Catcalling schränkt Bewegungsräume ein. In diesem Workshop werden konkrete Techniken vermittelt um sich selbst die Erlaubnis geben zu können, zu handeln, dem sexistischen Spruch etwas entgegenzusetzen, mit Bedrohungen im öffentlichen Raum umzugehen und sich gegen Grenzverletzungen und Gewalt zur Wehr zu setzen. 

Kurszeiten: Sonntag, 14.6.2026 von 14 bis 17:00 Uhr

Kosten: 20€

Kursort: online

Wir freuen uns auf Eure Anmeldungen!

info@wendo-marburg.de

www.wendo-marburg.de

Wendo Marburg e.V.

Anmeldung unter: www.wendo-marburg.de

 

Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs: Abenteuer Stadt für Mädchen* in der 3. und 4. Klasse

Die Wildkatzen e.V. seit 36 Jahren

Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen* und Frauen* in Marburg

  • Wann: 20.6.2026 und 21.6.2026
  • Samstag 10 bis 16 Uhr und Sonntag 10 bis 15 Uhr
  • Wo: Sporthalle der Elisabethschule
  • Kostenbeitrag: 55€  (auf anfrage können wir den Kostenbeitrag ermäßigen)

Anmeldung unter: www.wendo-marburg.de

 

Weitere Informationen

"Lesbische Sichtbarkeit wirkt weit über die Community hinaus"

Landesregierung startet anlässlich des Tags der lesbischen Sichtbarkeit die Ausschreibung des Preises für Lesbische Sichtbarkeit 2026  

Zum Tag der lesbischen Sichtbarkeit am 26. April startet Hessen die Ausschreibung des  Preises für Lesbische Sichtbarkeit 2026. Die Auszeichnung, die in diesem Jahr bereits  zum vierten Mal verliehen wird, ist mit 10.000 Euro dotiert und rückt Menschen und  Initiativen in den Vordergrund, die lesbisches Leben sichtbar machen und  gesellschaftliches Engagement stärken.  

 

„Es braucht Mut, mit der eigenen Geschichte sichtbar zu sein – und sichtbar zu bleiben.  Zum Tag der lesbischen Sichtbarkeit möchte ich allen Engagierten in Hessen für ihren  Mut und ihren Einsatz danken. Denn lesbische Sichtbarkeit wirkt weit über die  Community hinaus und ist für die gesamte Gesellschaft von Bedeutung“, erklärt  Sozialministerin Heike Hofmann anlässlich des Ausschreibungsstarts. Die  Landesbeauftragte für Antidiskriminierung, Berivan Şekerci, betont die Bedeutung des  Preises gerade in einer Phase gesellschaftlicher Spaltung: „In einer Zeit intensiver  gesellschaftlicher Debatten über Vielfalt und Zusammenhalt ist es wichtig, immer  wieder klar zu zeigen, wofür wir stehen: für ein respektvolles und offenes Miteinander.“ 

 

Preisverleihung im November im Biebricher Schloss  

Zuletzt wurde der Preis für Lesbische Sichtbarkeit 2024 an Nicole Peinz verliehen, die  das queere Bildungs- und Antidiskriminierungsprojekt SCHLAU Frankfurt  mitaufgebaut und queere Bildungsarbeit hessen- und bundesweit vorangebracht hat.  Wer den Preis in diesem Jahr erhält, entscheidet wieder eine unabhängige Jury.  Verliehen wird die Auszeichnung von Sozialministerin Hofmann am 13. November 2026  im Wiesbadener Schloss Biebrich.

 

Nominierungen sind ab sofort und bis zum 24. Juli 2026 möglich. 

Weitere Informationen  zum Preis, den früheren Preisträgerinnen und zum Nominierungsverfahren finden Interessierte auf der Webseite: antidiskriminierung.hessen.de

 

Umfrage „Queeres Leben mit Pflege? – Wir wollen es wissen!“

der Bundesfachstelle Pflege und Alter(n) von LSBT*IQ* und Menschen mit HIV 

Die Umfrage richtet sich an pflegebedürftige LSBTIQ*, an pflegebedürftige Menschen mit HIV sowie an deren pflegende An- und Zugehörige. Auch Pflegefachkräfte sind angesprochen, um die Befragung gemeinsam mit ihren Klient*innen auszufüllen. Die Ergebnisse der Befragung tragen dazu bei, nachhaltige Maßnahmen zur Förderung der Selbsthilfe- und Selbstvertretungskompetenzen, zur Aufrechterhaltung der sexuellen und geschlechtlichen Selbstbestimmung in einer bevorstehenden Pflege, sowie zur Ermöglichung der sozialen Teilhabe der Zielgruppen zu entwickeln. Gefördert wird die Erhebung durch den GKV-Spitzenverband im Einvernehmen mit dem PKV-Verband.

 

Den Teilnahmeaufruf und weitergehende Informationen finden Sie auf folgender Seite: www.soscisurvey.de/lsbtiq-pflege   

 

Wenden Sie sich mit Rückfragen bitte an die folgende E-Mail-Adresse: bufa-pflege@schwuleundalter.de

 

Stellungnahme des Bündnis AGG Reform-Jetzt! zum Referentenentwurf des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)

Das Bündnis AGG Reform-Jetzt! kritisiert den aktuellen Gesetzentwurf zur AGG-Reform als unzureichend und fordert deutliche Nachbesserungen im parlamentarischen Verfahren. Insbesondere bei Rechtsdurchsetzung, Schutz vor Diskriminierung durch staatliche Stellen und der Stärkung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes bleibe der Entwurf hinter den notwendigen Reformen zurück. Die vollständige Stellungnahme des Bündnisses findet Ihr auf der advd-Webseite.

Zur Stellungnahme

 

Melde- und Informationsstelle Antiziganismus Hessen

Stellungnahme von MIA Hessen zur Plenardebatte am 28.04.2026 im Hessischen Landtag Antiziganistische Vorfälle aus den Jahren 2023 und 2024 in Hessen im Bereich Bildung 

Kontext 

Im Rahmen der Plenardebatte am 28.04.2026 teilte Herr Staatsminister Armin Schwarz (Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen) mit, dass die „Planstelle gegen Antiziganismus“ einer abgeordneten Lehrkraft an der TU Darmstadt nicht weiter finanziert werde. In den weiteren Fragen ging es auch um antiziganistische Vorfälle im Schulkontext. Offensichtlich sieht Herr Staatsminister Schwarz kein Problem mit antiziganistischen Vorfällen in Hessischen Schulen: Dem Kultusministerium sei 2024 kein antiziganistischer Vorfall und 2025 lediglich ein antiziganistischer Vorfall bekannt geworden. Da wir allein für das Jahr 2024 als Melde- und Informationsstelle Antiziganismus Hessen (MIA Hessen) 25 antiziganistische Vorfälle im Bereich Bildung aufgenommen haben, wollen wir zu den Aussagen Stellung beziehen. 

 

Die Arbeit von MIA Hessen  

MIA Hessen wurde im Juli 2023 gegründet und ist Teil der Bundesarbeitsgemeinschaft MIA. MIA Hessen wird von zwei Organisationen getragen: dem Verband Deutscher Sinti und Roma - Landesverband Hessen und dem Förderverein Roma e.V. Wir dokumentieren antiziganistische Vorfälle in Hessen und werten diese nach wissenschaftlichen Kriterien aus. Dieses Monitoring schließt alle antiziganistischen Vorfälle ein sowohl ober- als auch unterhalb der Strafbarkeitsgrenze. Die Vorfälle können von Betroffenen und/oder Zeug*innen an uns gemeldet werden. Wir bieten eine Erstberatung an und verweisen die Betroffenen bei weiterem Beratungs- und Unterstützungsbedarf an die Beratungsstellen unserer Kooperationspartner*innen und unserer Trägerorganisationen. 

 

Antiziganistische Vorfälle aus allen Bereichen in den Jahren 2023 und 2024  

Im zweiten Jahr unseres Bestehens haben wir insgesamt 159 Vorfälle dokumentiert. Das ist im Vergleich zu 2023, mit 113 aufgenommenen Vorfälle eine Zunahme von etwa 40%, eine Entwicklung, die wir auch auf den gestiegenen Bekanntheitsgrad der Meldestelle zurückführen. Dennoch gehen wir von einer hohen Anzahl nicht gemeldeter Vorfälle, also von einem hohen Dunkelfeld, aus.  

 

Die Fallzahlen im Lebensbereich Bildung  

Im Jahr 2023 haben wir mit 27 Vorfällen verglichen mit anderen dokumentierten Lebensbereichen die meisten Vorfälle im Bereich Bildung erfasst, im Jahr 2024 stellte der Bereich Bildung mit 25 Vorfällen den zweithäufigsten Bereich dar.  Wir nutzen in unserer Auswertung die Begriffe „Lebensbereich/Kontext“ um, die unterschiedlichen Bereiche zu beschreiben, innerhalb derer Antiziganismus stattfindet. Diese Kategorie ist eine Zusammenfassung von zwei detaillierteren Kategorien in unserer Datenbank: Vorfallort (wo findet ein Vorfall satt) und Sozialraum (in welchem Kontext findet ein Vorfall statt). Der Vorfallort und der Sozialraum sind in vielen Fällen identisch. Beispielsweise wenn sich antiziganistisches Mobbing von Mitschüler*innen in der Schule auch auf den Schulweg oder die Freizeit des*der Betroffenen ausweitet, wäre der Vorfallort der öffentliche Raum, der Sozialraum jedoch der Schulkontext. Damit unsere Auswertung nicht zu detailliert und weiterhin verständlich bleibt, fassen wir die beiden Kategorien für unsere Jahresberichte zu der Kategorie „Lebensbereich/ Kontext“ zusammen. Dadurch können wir alle Vorfälle benennen, die den Bereich Bildung (oder auch andere Kontexte) betreffen.  

 

Antiziganistische Meldungen aus dem Bereich Schule  

Von den 27 antiziganistischen Vorfällen im Bereich Bildung im Jahr 2023 fielen 21 Vorfälle in den Bereich Schule. 2024 fielen 23 der 25 Vorfälle in den Bereich Schule, 2 der 25 Vorfälle fanden in einer Universität statt. Damit wurden uns in beiden Jahren im Lebensbereich Bildung die meisten Vorfälle aus dem Schulkontext gemeldet. Für das Jahr 2025 steht die Auswertung noch aus und wird am 29.10.2026 veröffentlicht.  

 

Analyse der antiziganistischen Vorfälle im Bereich Schule im Jahr 2024 

In der genaueren Analyse beziehen wir uns im Folgenden auf die Daten aus dem Jahr 2024. Von den 25 Vorfällen handelten 14 Personen in offizieller Rolle und in 2 Fällen als Institution (also Lehrpersonal oder die Institution Schule). In 9 Fällen sind es Einzelpersonen, darunter häufig Mitschüler*innen. Wir haben jedoch nur wenige Vorfälle aufgenommen, an denen lediglich Schüler*innen beteiligt sind. Lehrer*innen sind einerseits oft selbst die Diskriminierungsverantwortlichen oder sie schreiten bei Konflikten zwischen Schüler*innen gar nicht oder nicht angemessen ein. Damit dulden sie antiziganistisch begründetes Mobbing, leugnen den antiziganistischen Gehalt und/oder erkennen ihn nicht als solchen. Da die meisten Vorfälle in einer Schule stattfinden, sind viele der Betroffenen unter 18 Jahre alt. In den Fällen von über 18-jährigen Betroffenen handelt es sich oft um Eltern, die ihre Kinder bei antiziganistisch begründeten Konflikten in der Schule unterstützen, sich für die Gleichbehandlung ihrer Kinder einsetzen und dann selbst antiziganistisch adressiert werden.  

Die Zahlen von 25 antiziganistischen Vorfällen im Bildungsbereich und 23 antiziganistischen Fällen in Schulen im Jahr 2024 ist erschreckend hoch. Die Veröffentlichung der Ergebnisse für das Jahr 2025 steht zwar nach aus, wir können aber schon jetzt sagen, dass uns wieder viele antiziganistische Vorfälle aus hessischen Schulen gemeldet wurden. Angesichts der 23 dokumentierten antiziganistischen Vorfällen an hessischen Schulen sind wir sehr überrascht, dass dem hessischen Kultusministerium kein Vorfall bekannt geworden ist.  

 

Für einen weiteren Austausch stehen wir gerne zur Verfügung. 

Kontakt: 

 

 

Fachtag: „Früh gelernt?“ Wie Kinder Differenz herstellen – Perspektiven auf Rassismus und Antisemitismus

Fachtag für pädagogische Fachkräfte und Leitungspersonal in Kitas, Familienzentren, der Kindertagespflege sowie Fachberatungen in ganz Hessen

  • Dienstag, 9. Juni 2026
  • 13:00 bis 18:30 Uhr
  • Massif Central
  • Bethmannstraße 7–9
  • Frankfurt am Main

Kitas und andere frühpädagogische Räume sind zentrale Orte gesellschaftlicher Prägung, in denen erste Vorstellungen von Zugehörigkeit, Normalität und Differenz entstehen. Gleichzeitig zeigen Studien und Praxiserfahrungen, dass auch hier rassistische und antisemitische Bilder, Sprache und Handlungsweisen wirksam werden können – oft subtil, häufig unbeabsichtigt und doch mit nachhaltiger Wirkung auf Kinder. Pädagogische Fachkräfte stehen dabei vor der Herausforderung, sensibel auf solche Situationen zu reagieren, ohne selbst auf stereotype Deutungsmuster zurückzugreifen oder Unsicherheiten zu reproduzieren.

Der Fachtag bringt Fachkräfte aus der frühkindlichen Bildung, Wissenschaft und Bildungsarbeit zusammen, um dieses Problemfeld gemeinsam zu reflektieren und praxisnah zu bearbeiten. 

Dr. Seyran Bostancı beschäftigt sich im Rahmen ihrer Keynote mit Rassismus im Kita-Alltag. Dr. Saba-Nur Cheema stellt wiederum erstmals die Ergebnisse ihrer Studie vor, die sich mit der Reproduktion von Antisemitismus im Kindesalter auseinandersetzt. Ihre Forschungserkenntnisse wurden im April 2026 unter dem Titel „‚Die haben Geld und machen Kampfsport‘ – Wie Kinder Antisemitismus und Differenz reproduzieren“ im Campus Verlag publiziert. 

Interaktive Workshops vermitteln zudem konkrete Handlungsmöglichkeiten für den pädagogischen Alltag. Ein gemeinsamer Ausklang mit Abendbuffet bietet zudem Raum für informellen Austausch, Selbstreflexion, Vernetzung und vertiefende Gespräche.

 

An wen richtet sich der Fachtag?

  • pädagogische Fachkräfte und Leitungspersonal aus der frühkindlichen Bildung, insbesondere in Kitas, der Kindertagespflege und Familienzentren aus ganz Hessen
  • pädagogische Fachkräfte in Grundschulen aus ganz Hessen
  • Fachberater*innen, Trägervertretungen sowie Multiplikator*innen in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Wissenschaft und Bildungsarbeit hessenweit, die sich mit Fragen von Rassismusund Antisemitismuskritik in der frühkindlichen Bildung auseinandersetzen
  • alle Interessierten aus Praxis, Verwaltung und Zivilgesellschaft in ganz Hessen, die ihre Handlungskompetenzen im Umgang mit Diskriminierung stärken und eine diversitätsbewusste pädagogische Praxis aktiv mitgestalten möchten

 

Wie kann ich mich für den Fachtag anmelden?

Bitte nutzen Sie hierfür unser Anmeldeformular: https://bsaf.info/AnmeldungKitaFachtag 

Die Teilnahme ist kostenfrei, inklusive Abendessen, Kaffee und Wasser. Weitere Getränke können kostenpflichtig vor Ort erworben werden.

Anmeldung für den Fachtag der Bildungsstätte Anne Frank

 

"Die AdiNet Buchempfehlung"

In unserer Rubrik "Die AdiNet Buchempfehlung" stellen wir jeden Monat Bücher vor, mal älter, mal brandneu aber auf jeden Fall wichtige Werke für aktuelle Debatten.

 

Miriam Davoudvandi

Das können wir uns nicht leisten

"Um Jungs machte sie lange einen Bogen, denn Miriam Davoudvandi wusste, jeder Typ muss irgendwann ihre Wohnung von innen sehen: im schäbigen Sozialbau inmitten von Einfamilienhäusern, die vollgestellten Zimmer, das abgenutzte Bad. Die Scham, nichts bieten zu können und nicht dazuzugehören, prägte Miriam Davoudvandi spätestens seit ihrer Einschulung – und sie ist bis heute ein Teil von ihr.

Inzwischen ist sie sozial aufgestiegen und verdient mehr, als ihre Eltern es je taten. Ihr Fazit: Geld macht sogar sehr glücklich. Aber zu welchem Preis? Und welche Spuren haben ihre Erfahrungen hinterlassen? Ehrlich und berührend erzählt Miriam Davoudvandi, was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein. Dabei blickt sie nicht nur auf die offensichtlichen Schauplätze von Armut, sondern auch auf Aspekte wie Dating, Freundschaften, Familiengründung und Psyche, auf die Bedeutung des Fernsehers und das Leben als erste Studierende der Familie. Und zeigt, warum Arme sogar beim Sterben benachteiligt sind.

Armut lässt sich vielleicht bemessen. Zahlen helfen jedoch nicht zu verstehen, wie sich Armut anfühlt und was sie langfristig mit Menschen macht. Umso wichtiger ist es, Miriam Davoudvandis Geschichte zu hören. Sie spricht auch für all jene, die bisher keine Stimme hatten."

 

Zum Buch

 

Ole Liebl

Brutal fragile Typen. Männer und Gefühle.

"Warum sind Gefühle für Männer immer noch eine Herausforderung?

Wir kennen sie: Männer, die ihre Gefühle nicht zeigen können – oder nicht wollen. Wenn ihre Emotionen sichtbar werden, dann oft als Wut, Freude und Stolz, aber nur selten als Trauer, Zweifel oder verletzliche Liebe. Frauen und Queers beklagen, dass sie die emotionale Arbeit übernehmen, die Männer ihnen, sich selbst und einander verweigern. Doch auch Männer zahlen dafür einen hohen Preis: Sie leiden unter sozialer Einsamkeit, oberflächlichen Freundschaften und überdurchschnittlich hohen Suizidraten. Weshalb hält sich ein so zerstörerisches System aufrecht? 

Brutal fragile Typen deckt die komplexen und vor allem politischen Verflechtungen von Gefühlen und Männlichkeiten auf, die uns bis heute daran hindern, emotional auf Augenhöhe zu sein."

 

Zum Buch

 

"Die AdiNet-Podcast-Empfehlung"

In unserer Rubrik "Die AdiNet-Podcast-Empfehlung" stellen wir Podcasts vor. Dieses Mal: 

 

Im Aufzug. Podcast mit Raúl Krauthausen

Im Aufzug mit Sabrina Lorenz

"Sabrina Lorenz ist Autorin, Aktivistin und Sozialarbeiterin – und eine der wichtigsten Stimmen, wenn es um nicht-ersichtliche Behinderungen geht. Wir sprechen über wildfremde Personen, die ein Heilungsversprechen aufzwingen wollen und darüber, wie schnell andere Menschen glauben, besser zu wissen, was für deinen Körper gut sei.

Und wir tauchen tief in die Materie ein: in Ableismus, Diagnostik, Leistungsdruck, den Kampf um Pflegegrade und die Frage, warum Menschen mit nicht-ersichtlichen Behinderungen oft doppelt beweisen müssen, dass ihre Lebens-Realität wahr ist. Sabrina erklärt mir, wie Sprache unsere Körper prägt und warum „geheilt werden wollen“ manchmal mehr über die Gesellschaft verrät als über uns.

Und natürlich reden wir auch über Sonnenblumen, gute Restaurants, Guilty Pleasures und die Magie von Access Intimacy – diesen Moment, in dem Freundschaft ganz automatisch barrierefrei wird. Aufzugtür auf für Sabrina Lorenz!"

Zum Podcast

 

(Stellen-)Ausschreibung

Mitarbeiter*in bei der AIDS-Hilfe Marburg e.V. 

Die AIDS-Hilfe Marburg e.V. Sucht eine*n Mitarbeiter*in für die LSBT* IQ Netzwerkstelle Mittelhessen in geringfügiger Beschäftigung (30 bis 40 Stunden pro Monat)

 

Aufgaben:

  • Mitarbeit im queeren Zentrum Marburg
  • Moderation von Arbeits- und Gremientreffen unterschiedlicher Formate
  • Planung und Durchführung von Veranstaltungen
  • Unterstützung und Vernetzung der queeren Community in Marburg, sowie dem Raum Mittelhessen
  • Durchführung von Bildungsformaten zur Sensibilisierung für queere Lebensrealitäten
  • Durchführung von queeren Projekten
  • Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere Social-Media Arbeit
  • Vernetzungsarbeit innerhalb der Netzwerkstelle LSBT*IQ Hessen

 

Qualifikation: 

  • Kenntnisse von LSBT*IQ Lebenswelten
  • Kompetenzen für die Social-Media Arbeit
  • Selbstständigkeit und Engagement
  • Übereinstimmung mit der Haltung und Arbeitsweise der Aids Hilfe
  • Bereitschaft zur Arbeit auch an Abenden und Wochenenden, sowie wöchentlich an Montagen (ab vormittags) und Donnerstag Abenden (18 bis 20 Uhr)

 

Wir bieten: 

  • Fort und Weiterbildungen
  • Motiviertes Team mit Haltung
  • Möglichkeit auch eigene Projektideen in Absprache umzusetzen
  • Supervision

 

Die Bewerbung von Menschen mit Migrationserfahrung, Menschen mit HIV sowie LSBT*IQ begrüßen wir ausdrücklich. 

Die Stelle wird im Rahmen des Aktionsplans Akzeptanz und Vielfalt des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales gefördert. 

 

Bewerbungen bitte bis 18.05.2026 digital im PDF Format an: 

AIDS-Hilfe-Marburg e.V., Bahnhofstr. 27, 35037 Marburg

schlerf@aids-hilfe-marburg.de

Ideen, Vorschläge, Informationen ...

­Unser Netzwerk lebt von Ihrem Mitwirken. Lassen Sie uns gerne Ideen, Veranstaltungshinweise etc. zukommen. Wir wollen Sie und Ihre Projekte unterstützen, Ihre Reichweite erhöhen und vielleicht zuvor noch unbekannte Akteur*innen bekannt machen und vernetzen. 

AdiNet Mittelhessen

AdiNet Mittelhessen ist eines von vier regionalen Antidiskriminierungsnetzwerken in Hessen, die durch die Antidiskriminierungssstelle in Wiesbaden gefödert werden.
 
Unser Ziel ist der Zusammenschluss und die Kooperation möglichst vieler Akteur*innen der Antidiskriminierungsarbeit in der Region Mittelhessen.
Gemeinsam wollen wir Diskriminierung sichtbar machen und ihr entgegen treten.

Das Projekt AdiNet Mittelhessen wird getragen vom Landkreis Gießen und gefördert durch die Hessische Antidiskriminierungsstelle beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.

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Antidiskriminierung Mittelhessen e.V.

Der Antidiskriminierungsverein Mittelhessen e.V. wurde im Jahr 2019 in Gießen an der Lahn gegründet, mit dem Ziel, ein Netzwerk für Engagierte und Interessierte im Bereich der „Antidiskriminierung“ zu etablieren, um das Bewusstsein über Benach­teiligungsformen und das Wissen über wirksame Gegenstrategien gemeinsam in die Breite zu tragen. Der Antidiskriminierungsverein Mittelhessen e.V. reagiert auf den Bedarf einer horizontal und mehrdimensional ausgerichteten Antidiskriminierungs­arbeit. Er macht es sich zur Aufgabe, in regionaler und interkommunaler Zusammen­arbeit ein niederschwelliges und wohnortnahes Unterstützungsangebot für Menschen in der Region Mittelhessen zu schaffen, die von Diskriminierung betroffen und bedroht sind, um sie zu ermutigen und in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken (Empowerment).

Antidiskriminierung Mittelhessen e.V.